Samstag, 06.08.2011. Es ist 15:00 Uhr, nach 10 Stunden Flug liege ich erschöpft, auf meinem Bett im Flughafen Hotel Miami. Neben mir liegen ein großer Pappkarton und ein dicker Brief, von FedEx zugestellt. Ein überzeugendes Konzept der Organisationen Hanger Ivan R. Sabel Foundation und medi for help zur Unterstützung von den Erdbebenopfern in Haiti haben mich auf den Weg gebracht. In dem Pappkarton befinden sich Materialien und Prothesen-Passteile, in einem großen Seesack zusammengepresst ca. 25 kg, die ich morgen früh am Sonntag um 6:45 Uhr mit nach Haiti nehmen werde.
Zusammen mit vier anderen Teilnehmern aus der Schweiz, die ich dann kennen lernen werde, bauen wir Prothesen; das wird für 14 Tage mein Urlaub sein. Nach uns kommt die nächste Gruppe und dann wieder eine und noch eine…. Klar, dass ich bei der Anfrage von medi for help zugesagt habe – oder vielleicht doch nicht so klar? Mein Englisch ist mittelmäßig, kein Französisch, kein Kreol und noch 100 andere Gründe, fern zu bleiben. Doch einen guten Grund gibt es, und deswegen liege ich jetzt hier im Hotel –
„WEIL ES MÖGLICH IST“.
