medi for help und „Amigos de Salud“: Interviews – „Mit meinem Engagement für medi for help kann ich etwas Gutes zurückgeben!“

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Die gemeinnützige Hilfsorganisation medi for help arbeitet seit 2023 mit „Amigos de Salud“ der Fara-Foundation in Nicaragua (Matagalpa) zusammen. Das Hilfsprogramm ermöglicht dort einmal jährlich eine kostenlose Behandlung hilfsbedürftiger Patient:innen mit Gefäßerkrankungen. Einblicke in Form von Kurz-Interviews geben ein behandelnder Arzt aus Kanada und Krankenhauspersonal sowie David Reich, Senior Manager Strategic International Projects, Global Market Operations (GMO) bei medi, der bei der postoperativen Nachversorgung mit medi Produktspenden direkt vor Ort unterstützt hat.

Das „Amigos de Salud“ Programm findet einmal jährlich für eine Woche an der Fara-Klinik in Matagalpa statt, dessen Themenschwerpunkte Gefäß- und Venenerkrankungen sind. Auch 2025 konnten dank des Hilfsprogramms wieder knapp 500 hilfsbedürftige Patient:innen vom interdisziplinären Team aus Ärzt:innen und Therapeut:innen der ganzen Welt behandelt werden. Sie führten endovaskuläre Operationen der unteren Extremitäten durch und versorgten die Patient:innen postoperativ mit medizinischer Kompression – ein entscheidender Baustein bei der Behandlung von Gefäßerkrankungen. Die gemeinnützige Hilfsorganisation medi for help unterstützte mit Produktspenden von medi aus den Bereichen Compression und Woundcare, wie die medizinischen adaptiven Kompressionssysteme circaid, sowie bei der Nachversorgung durch medianer:innen vor Ort.

Große Anzahl an Patient:innen mit venösem Ulkus (offenes Bein)

Einer der behandelnden Ärzte vor Ort gab Einblicke in seine Arbeit und die Schicksale der Patient:innen.

medi for help: Sie unterstützen bereits zum zweiten Mal vor Ort in Nicaragua und behandeln hilfsbedürftige Menschen. Was hat Sie besonders berührt?

Arzt aus Kanada: „Es ist auffällig, wie akut viele Krankheitsfälle sind. Wir behandeln hier in der Fara-Klinik sehr viele Patient:innen mit einem offenen Bein, einem sogenannten venösen Ulkus. Das ist für uns sehr ungewöhnlich, denn ich sehe das bei mir in der Klinik sonst nur ein- bis zweimal Mal im Jahr. Doch hier in Matagalpa hat das fast jede:r zweite Patient:in. Viele leiden zudem bereits seit sehr vielen Jahren – teilweise seit mehr als 20 Jahren – unter Geschwüren.“

Was war die längste Anreise, die Patient:innen zurücklegten, um hier behandelt zu werden?

„Eine Patientin erzählte mir, dass sie einmal im Monat für zwei Tage anreist, um in der Fara-Klinik behandelt zu werden – und das seit mehr als 30 Jahren, in den letzten 10 Jahren davon aufgrund des venösen Ulkus. Wir haben ihre Vene mittels Laser-Ablation verödet – ein minimal-invasives Verfahren, bei dem mithilfe eines Lasers die Vene thermisch verödet wird. Wir hoffen, dass wir ihr hiermit helfen konnten und sie wieder mehr Lebensqualität erhält.“

Interdisziplinäre Zusammenarbeit: medianer:innen direkt vor Ort

medianer:innen aus der ganzen Welt unterstützen bei den medi for help Projekten vor Ort. Dieses Jahr waren wieder Christopher Miles, Director of Education & Training medi USA (folgende zwei Bilder), sowie zum ersten Mal David Reich, Senior Manager Strategic International Projects, Global Market Operations (GMO) bei medi (folgendes Interview mit Bild), eine Woche in Nicaragua dabei. Die medianer haben geholfen, zahlreiche Patient:innen mit medizinischen Hilfsmitteln von medi, wie mit medizinischen Kompressionsstrümpfen oder adaptiven Kompressionssystemen, zu versorgen.

medi for help: Warum engagierst du dich für medi for help?

David Reich: „Ich bin für medi in den letzten Jahren in verschiedene Länder gereist, vor Kurzem zum ersten Mal für medi for help nach Nicaragua. Ich sehe mein Engagement für medi for help als eine Möglichkeit, etwas Gutes zurückzugeben. medi for help ist nicht nur ein Name, sondern dahinter steht ein Team, das die Lebensqualität von Menschen verbessert und Hilfe in Regionen bringt, wo diese dringend benötigt wird.“

Gab es eine Geschichte, die dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?

„Ein junger Mann kam mit einer chronischen Wunde am Bein, einem sogenannten venösen Ulkus, zu uns. Dafür nahm er große Strapazen auf sich: Er reiste von der Grenze zu Costa Rica bis nach Matagalpa – das waren rund 300 Kilometer und 10 Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Er brauchte dringend eine Wundbehandlung und hatte Freuden-Tränen, als er mit circaid von medi endlich die notwendige Versorgung erhielt. Aber nicht nur er, sondern auch viele andere Patient:innen haben mich nachhaltig berührt. Die Menschen warteten oftmals mehrere Stunden geduldig, bis sie behandelt werden konnten. Man spürte die Dankbarkeit, dass sie durch uns die Behandlung erhalten, die sie dringend benötigen, sich aber finanziell nicht leisten können. Ich bekam viele Umarmungen und ¡Muchas gracias!  Was mich ebenfalls enorm beeindruckt hat, war der Teamspirit bei „Amigos de Salud“. Wir kommen aus verschiedenen Ländern und haben einen unterschiedlichen medizinischen Hintergrund. Dennoch bereiteten wir als Team die Klinik innerhalb kürzester Zeit vor und fingen sofort an zu arbeiten – 20 Personen, die zuvor noch nie zusammengearbeitet haben, ganz nach dem Motto: ,Teamwork makes the dream work’.“

Adaptive Kompressionssysteme circaid von medi als Gamechanger in der Wundbehandlung

Auch zwei Frauen des Krankenhauspersonals betonten den Teamzusammenhalt und das überdurchschnittlich hohe Engagement aller Helfer:innen vor Ort: „Der Teamspirit ist grandios. Wir gehen oft nicht vor 21 Uhr nachhause, die erste Schicht ist bereits um 06:30 Uhr morgens wieder da. Wir könnten das alles nicht ohne das ganze Team machen – und ohne die externe Unterstützung. Wir sind sehr dankbar für die bedarfsorientierten Spenden, wie Medizinprodukte und das Engagement der Expert:innen vor Ort. Ohne die Produkte wäre eine Versorgung der Patient:innen nicht möglich. Insbesondere der Einsatz von adaptiven Kompressionssystemen, wie circaid von medi, ist ein echter Gamechanger in der Wundbehandlung. Die Dankbarkeit der Patient:innen berührt uns wirklich sehr – mit Worten und Gesten, wie beispielsweise Umarmungen oder Kuchen, den wir geschenkt bekommen. Wenn wir so ein ehrliches Feedback bekommen, wissen wir, dass unser Engagement wichtig und richtig ist!“

Über circaid:  

Kompression bildet die Basis der leitliniengerechten Therapie bei lymphologischen und phlebologischen Indikationen. Die S2k-Leitlinie „Medizinische Kompressionstherapie“ empfiehlt die medizinischen adaptiven Kompressionssysteme (MAK), zu denen das circaid Produkt-Portfolio von medi, wie circaid juxtalite zur Entstauung ausgeprägter venöser Ödeme und Therapie des Ulcus cruris venosum sowie circaid juxtafit für Arm und Unterschenkel zur Entstauung lymphologischer Ödeme zählt, als Alternative zur Wickelbandagierung in der Entstauungstherapie von Lymphödemen, ausgeprägten venösen Ödemen sowie der Therapie des Ulcus cruris venosum.(1) Die MAK eignen sich zur Therapie der genannten Indikationen besonders gut aufgrund ihrer Produkteigenschaften – der hohen Wandstabilität dank des unelastischen Materials.

Zweckbestimmungen:

circaid® Versorgungen: Die Kompressionsversorgung dient bei Patienten mit Venen- und Lympherkrankungen zur Kompression des betroffenen Körperteils.

Quelle:

Rabe E et al. S2k-Leitlinie: Medizinische Kompressionstherapie der Extremitäten mit Medizinischem Kompressionsstrumpf (MKS), Phlebologischem Kompressionsverband (PKV) und Medizinischen adaptiven Kompressionssystemen (MAK). Online veröffentlicht unter: www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/037-005.html (Letzter Zugriff 03.02.2026).

Alle Bilder: © www.medi-for-help.com